Aktion: Ökostrom beziehen [Greenpeace Energy]

http://www.greenpeace-energy.de/oekostrom.html

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10 Antworten zu Aktion: Ökostrom beziehen [Greenpeace Energy]

  1. lawgunsandfreedom schreibt:

    Greenpeace ist inzwischen auch nur noch ein wirtschaftlich orientierterter Konzern wie viele andere sogenannten NGOs auch. In vielen Belangen nicht mehr glaubwürdig. Wenn man weiß, wie diese oft hochmoralisch auftretenden NGOs funktionieren, dann kann man sich nur noch über die Augenwischerei, die diese betreiben, ärgern. Der „gute“ Mensch sieht nur die Oberfläche und prüft nie nach, ob das, was als „gut gemeint“ rüberkommt auch tatsächlich „gut gemacht“ ist.

    Hier ein Beispiel von Organisationen, die sich für die Abschaffung von Waffen einsetzen:
    https://legalwaffenbesitzer.wordpress.com/2013/06/23/follow-the-money/

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    • --- schreibt:

      Danke für Deinen Kommentar – klar hat das zwei Seiten, und bei Greenpeace sieht es halt so aus, dass sie die Nachfrage nicht immer umweltfreundlich decken können, und Windkrafträder zum Beispiel auch nicht CO2- neutral sind; es ist also wie bei den Statistikern, bei denen das Ergebnis von den Faktoren abhängt, die sie in die Rechnung einbeziehen oder nicht; von daher ist es klar gefährlich, sich auf solchen Grundlagen für einen besseren Menschen oder Pseudo-Gott zu halten. Was mich bei Greenpeace speziell überzeugt, ist die Bewegung weg vom Atommüll, und vor allem die Festnetznummer, über die man ganz außergewöhnlich nette Menschen erreicht. Die bezahlen mir nix, ich spreche aus Erfahrung! :) Schaue mir den Text hinter dem Link gleich an, danke!

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      • lawgunsandfreedom schreibt:

        Mich stört die gewachsene, versteckte Ideologie hinter den – oft gut gemeinten – Absichten von NGOs. Viel zu oft stecken da Denkmuster dahinter, die nicht auf Fakten, sondern auf Annahmen und Vorurteilen beruhen.

        Noch dazu weigern sich NGOs (wie alle großen Organisationen) ihre Aktionen einer Prüfung oder gar einer Revision zu unterziehen. Gerade bei den Naturschutz-Verbänden basieren viele programmatische Forderungen auf Erkenntnissen, die seit Jahrzehnten überholt sind und mit heutigen ökologischen Forschungen und Erkenntnissen nichts zu tun haben.

        Der Laie kann das nicht beurteilen, wenn er nicht selbst nachforscht. Er nimmt halt gutgläubig an, daß das diese NGOs (WWF, Greenpeace, BUND, NABU, u.a.) für ihn erledigen und vertraut blind. Aber genau diese kritische Grundlagenforschung und Kontrolle/Revision passiert leider nur sehr begrenzt, wenn überhaupt. Da existieren inzwischen regelrechte Dogmen, die gar nicht angetastet werden dürfen, weil sie direkt mit der angenommenen, öffentlichen Glaubwürdigkeit in Verbindung gebracht werden.

        Es geht anscheinend nicht, zu sagen: „Wir haben uns hier und da geirrt und müssen umsteuern“ oder „Wir haben dieses Ziel erreicht und können diesen Teil der Arbeit beenden“. Da hängen inzwischen Arbeitsplätze und viel Geld (Spenden) dran, deshalb werden dann sinnlose oder sogar schädliche Projekte weiterverfolgt. Der Nimbus der Unfehlbarkeit muß ja gewahrt bleiben – da unterscheiden die sich nicht groß von Religion.

        Beispiel: Hier in der Gegend sollte eine Autobahnabfahrt gebaut werden. Da gab es aber eine kleine Population von seltenen Braunkehlchen. Die kreisförmige Ausfahrt wurde trotz massiver Proteste gebaut und in den folgenden Jahren ist die Population dieser Vögel förmlich explodiert, weil innerhalb dieses Beton/Asphalt-Ringes keine Landwirtschaft betrieben wird und auch sonst niemand hin kommt. Jäger und örtliche Naturschützer haben daraufhin zusammen ein kleines Biotop angelegt und inzwischen gibt es da noch viel mehr seltene Tiere und Pflanzen. Die Biologen und die Naturfreunde sind entzückt und die anwohnende Bevölkerung versöhnt. (Dieselbe Bevölkerung übrigens, die vorher von den Naturschutzverbänden massiv emotionalisiert bzw. sogar scharf gemacht wurde. Es gab sogar Morddrohungen, Farbbeutelanschläge, sowie andere ungesetzliche Aktionen gegen die Befürworter des Projektes).

        Das war vor über 20 Jahren – trotz dieser bestens dokumentierten Erkenntnis bekämpfen die „Naturschützer“ andernorts weiterhin jeden „Eingriff in die Natur“ und sehen nicht, daß es in Deutschland gerade mal 5% echte Naturlandschaft (je nach Definition) gibt – alles andere ist Kulturlandschaft. Und daß es inzwischen eine Menge Erkenntnisse darüber gibt, wie man echten, ökologischen Naturschutz betreibt.

        Trotzdem gibt es weiterhin hochemotionale Kampagnen von diesen Organisationen, die vor allem Geld in die Kassen spülen sollen und – neben durchaus sinnvollen Aktionen – viel zu viel Verwaltungs-Wasserkopf, Industrie-Lobbyisten (Naturschutz ist ein Milliardengeschäft), Pöstchenjäger und völlig idiotische oder sogar schädliche Projekte finanzieren. Für die Regierungsausgaben gibt es den Bundesrechnungshof und den Bund der Steuerzahler – für die NGOs nix. Da wird verschwendet und veruntreut und gutgläubig gegebenes Spendengeld für blanken Irrsinn ausgegeben. Das gefällt mir nicht.

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    • --- schreibt:

      Sehr guter, sorgfältiger Artikel, so weit ich das beurteilen kann, da ich, wie andernorts gesagt, die Behauptung „rein“ empirischer Sozialwissenschaften als zunehmend unehrlich/ einseitig empfinde. Das zieht sich mir wie ein wiederkehrendes Thema durch diesen Fachdialekt und ist intellektuell nicht ernst zu nehmen. Was oft nicht angesprochen wird, aber natürlich immer im Hintergrund steht, ist die philosophische Frage nach Erlösung, Friede, Freiheit, einer besseren Welt, die wesensmäßig erkenntnis- und nicht entscheidungsorientiert ist. Liebe statt Macht. Auf der allgemeinmenschlichsten Ebene geht es da ja eigentlich um den (eigenen) Tod, die Angst, oder konkreter die Frage, ob man Politik von Besitz, und Besitz von Korruption abgelöst betrachten kann. Ich fühle mich nicht im Stande, die Verhältnisse zwischen solchen Begriffen allgemeingültig zu beurteilen. Das erscheint mir unmöglich, weil es auf die jeweiligen Menschen hinter den Ereignissen und ihre Verantwortungsfähigkeit ankommt und darauf, ob man Statistiken in ihren Aufstellungen und Ergebnissen betrachtet, oder die aus diesen Rechnungen resultierenden Formulierungen als Tatsachen akzeptiert; das Letztere ist von der Verstandestätigkeit gesehen notwendig ein Irrtum, und gleichzeitig die alltägliche Praxis der meisten sogenannten aufgeklärten Medienkonsumenten; alles eine Überzeugungsfrage also (Wissens-/Statistik-/ Wahrheitsproblem). Ich staune immer wieder, wie viele Menschen keine Scheiße bauen, obwohl sie das augenscheinlich leicht könnten; das wichtigste finde ich im gesellschaftlichen Diskurs oder der Sprache, diese Differenziertheit zwischen mehreren Perspektiven auszuhalten und sich weder Urteilen voreilig hinzugeben, noch die Urteile, die sich irgendwann einstellen zu unterschlagen. Ich finde wichtig, was jeder tun kann, an den Endpunkten der rationalen Arbeit machen allgemeine Beurteilungen unklarer, gemischter und sowieso dynamischer Sachverhalte für mich keinen Sinn. Das ist ein Grundproblem; man versucht, mit vermeintlich festgeschriebenen Substantiven, die viele unterschiedliche Definitionen kennen, ein Welt zu beschreiben, die nicht zu überschauen und immer in Bewegung ist. Wenn ich das übertreibe, geht es mir schlecht. Meine Auseinandersetzung bewegt sich also jenseits von Gut und Böse, d.h. moralischen aprioris und zweifelhaften Sachverhalten, sondern möglichst allein im menschlichen Bereich: Umgang, Austausch, Ausdruck, radikale Einsamkeit des Lebendigen; „Korruption“ ist ein Wort, das mir moralisch zu aufgeladen ist, die Kehrseite dieser Medaille ist das „Verdienst“, das hinsichtlich der Tatsachen ebenso fragwürdig, aber wenigstens positiv motiviert und damit weitaus diskutabler ist; Anreize korrumpieren Menschen, ideelle wie materielle, und unsere eigene Akzeptanz des allgemeinen Wohlstands, wie er strukturiert und dominiert ist, ist von der Verdrängung echter Gesinnungspolitiker nicht abzulösen, so lange man die eine Welt nicht in mehrere Parallelwelten aufspalten, also wahnsinnig werden will. Man läuft bei der Verachtung des allgemeinen menschlichen Fehlens zugunsten eines persönlichen Saubermannimages notwendig Gefahr, die Schwierigkeiten, zu deren Lösung man als lebender Mensch wie alle anderen im Rahmen der eigenen Möglichkeiten aufgerufen ist, auf allzu klare Feindbilder zu projizieren; es ist diese Mischung aus Selbstgerechtigkeit und Schuldgefühl, aus Arroganz und Erniedrigung, kurz das längst als neurotisch oder schizophren diagnostizierte Denken unterhalb von fragwürdigen Autoritäten, das mir in der Öffentlichkeit vorzuherrschen scheint, und das bei all dem guten Willen nicht vermeiden kann, noch mehr Plastik in die Ozeane zu werfen. Man kann auch sagen Heuchelei oder Trägheit. Psychopathie ist ja ziemlich hip momentan. Was mich dabei heiter bleiben lässt, sind die vielen anderen Menschen, die (gegen den Strom) sich ebenfalls bemühen zu verwinden, dass man als Mensch irgendwann stirbt und nicht allein für sich lebt. Und das bedeutet dann ganz und gar keine Gleichgültigkeit gegenüber den vielen Kriegsopfern oder dem Leben an sich, sondern im Gegenteil eine Anteilnahme, die mir jeden Tag bewusst macht, wie wertvoll das Leben ist. How much can you take? – eine wichtige Frage für mich als Mensch, der genauso viel dafür kann, geboren und erzogen worden zu sein, wie andere auch. Was macht man draus? Frei sein also nicht wovon, sondern: wozu? (Zarathustra!) Das beschreibt so ein bisschen mein Kosmos; andere zu überzeugen, liegt mir fern. Ich bin Dir dankbar, mir den Anstoß zu diesen Formulierungen gegeben zu haben; es ist wichtig für mich, mir das eigene Denken immer wieder neu bewusst zu machen. Dabei helfen mir Leute, die was einwerfen, und nicht einfach zustimmen, weil jemand zu behaupten scheint, es ja nur gut zu meinen. Damit sind wir ja sowieso alle im selben Verein, von Homer (dem Griechen, ne;) bis Obama, Putin und dem dazugehörigen Rattenschwanz. Es ist so schwer, die Herausforderungen unseres (Des-)informationszeitalters einzugehen!

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      • lawgunsandfreedom schreibt:

        Sehr schön formuliert und ich gehe da in vielem mit Dir d’accord. Ich rege mich allerdings auch manchmal unnötig über Kleinigkeiten auf – gerne über solche, an denen ich sowieso nichts ändern kann.

        Da ich aber keinen fixen, sondern viele Standpunkte (teils sogar variable) habe, berühren mich manche Dinge mal mehr, mal weniger – je nach Tagesform.

        Oft ziehe ich mich auf eine Position zurück, die Dinge von einem eher kosmischen Standpunkt zu betrachten. Und von diesem Standpunkt aus ist sämtliches menschliches Streben völlig bedeutungslos.

        Es ist interessant diese komplexe „Realität“ aus einer „quasi-göttlichen“ Perspektive zu verfolgen und zu beobachten. Gleichzeitig sorgt es für heitere Gelassenheit und Frieden im Herzen. Eine Frieden, den man teilweise aufgeben muß, wenn man wieder aktiv am Geschehen teilnimmt.

        Wo ich nicht so ganz zustimmen kann, das ist die Einsamkeit. Ich bin oft alleine – aber nie einsam. Einsamkeit empfindet man nur, wenn man sich als getrennt von allem anderen empfindet. Damit begebe ich mich natürlich in die Spiritualität und die Metaphysik – und die individuelle Auffassung, Wahrnehmung und Umgang mit dieser „Realität“.

        Um es mit einem meiner Lieblingsautoren zu sagen:
        „This is a crazy world and the only way to enjoy it is to treat it as a joke.
        The Number of the Beast p.52“ —Robert A. Heinlein

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  2. --- schreibt:

    Wow, was Du im Zusammenhang mit dem Vorfall in Naturschutzsachen schreibst, empfinde ich genauso, und solche Vorgänge wiederholen sich ja in vielen anderen Zusammenhängen sehr ähnlich. Das Eigeninteresse von Organisationen wächst sich im kollektiven Rahmen vielleicht zwangsläufig zu de facto destruktiven, kriegerischen Gruppierungen aus. Eine solche Feststellung war jedenfalls das Motiv Jiddu Krishnamurtis, die theosophische Gesellschaft aufzulösen und die Wahrheitsfrage auf den einzelnen Menschen abzustellen – „Du bist die Welt“. Hat mich schwer beeindruckt, gerade wenn man mal genauer auf die Kirche(n) schaut. Wir beiden treffen uns offensichtlich in der Sicht auf Organisation/ Autorität/ Mentalität/ Ideologie, welche Begriffe man auch konkret verwendet. Vielen Dank für Deine Beiträge, sie sind immer wieder eine Vitaminbombe für mich! One World!

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  3. --- schreibt:

    Ja, das sind problematische Formulierungen, da hast Du treffsicher auf schwierige Sachen hingewiesen, schwierig sage ich, weil ich mich da mitten in einem Prozess bewege. Die Formulierung mit der Einsamkeit habe ich von José Ortega y Gasset übernommen, lese gerade immer noch „Der Mensch und die Leute“, das hilft mir sehr. Die dortige Beschreibung einer Radikalen Wirklichkeit im Sinne eines Inneren, das nur bei sich selber umfassend zugänglich ist, geht so in die Richtung von „Jeder stirbt für sich allein“ und „Man stirbt sein Leben/ lebt seinen Tod“, also das eigene Leben in seiner tatsächlichen Konsequenz. Das ist philosophisch sehr ausschweifend behandelt, aber ich finde da viel, was ich gebrauchen kann. Hier zur Probe zwei Zitate aus anderen Aufsätzen: http://mehrwirklichkeit.com/2014/06/23/jose-ortega-y-gasset/ „Das“ Zitat aus dem Buch, das da noch hinzukommt, kann ich erst am Ende der Lektüre entscheiden, weil es sich bei dem „Menschen und den Leuten“ allenthalben um Wirklichkeit dreht, und ich noch nicht sagen kann, wo Ortega y Gasset dann herauskommt. Sprache ist schöpferisch. Die Konflikte im Leben sind da, natürlich ist es nicht möglich, sich ihnen zu entziehen. Ich halte dahingehend allerdings viel vom Modell der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg, die ein Ideal anstrebt, das sich im Vergleich zu anderen erstaunlich häufig verwirklichen lässt: http://mehrwirklichkeit.com/2015/02/22/medien-marshall-rosenberg-nonviolent-communication-training-course-session-6-authority/

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    • lawgunsandfreedom schreibt:

      Ich verstehe die Formulierung von Ortega y Gasset und von seinem persönlichen philosophischen Standpunkt aus mag die auch berechtigt und „wahr“ sein. Tatsächlich ist das Gehirn des Menschen ein selbstreferentielles System, das seine eigene Wirklichkeit erschafft (vorausgesetzt, das was wir als „Realtiät“ wahrnehmen ist nicht nicht nur eine selbstgeschaffene Illusion *veg*). Da findet sich dann auch Platz für die Einsamkeit des Menschen ;-)

      Geht man das ganze vom radikalen Konstruktivismus aus an, dann erkennt man den Konflikt zwischen Wahrnehmung, Erkenntnis und Realität und gerät in einen noch größeren Konflikt, der sich in einem ganz harmlos klingenden Satz äußert: „Was ist eigentlich Realität?“

      Wir erschaffen unsere eigene Realität, wenn man der Systemtheorie von Luhmann folgen mag.

      Da hängt man dann, wie beim Experiment mit Schrödingers Katze, in einem unbestimmten Stadium. Leben oder Tod? Realität oder Phantasie? Nur daß es mMn 3 verschränkte Stadien sind „Realität und/oderPhantasie“. Was nun was ist, werden wir erst (vielleicht) wissen, wenn jemand den Deckel aufmacht und nachsieht. Solange der Deckel zu ist, befinden wir uns im „cat-state“ – in einem unbestimmten Stadium. Und wir sind die Katze.

      Aber wer ist der Experimentator? Gibt es ihn überhaupt? Ist das überhaupt relevant oder nur ein Mindfuck?

      … und was die Sprache angeht … da finde ich einen einzigen Absatz der Genesis bezeichnend: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“

      Sprache ist Schöpfung, Sprache schafft Realität, Sprache schafft aber auch Illusion, ist nun Illusion auch Realität?

      Und damit wird die „Wirklichkeit“ immer diffuser und ungreifbarer. Deshalb erzählen wir Geschichten. Die sind alle gleichermaßen wahr, falsch und belanglos. Deshalb diffundiere ich jetzt mal in die Küche um mir ein imaginäres Mittagessen für meine eingebildeten Bedürfnisse und biologischen Ansprüche zuzubereiten.

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      • --- schreibt:

        Vielen Dank für den Kommentar mit so viel Inhalt, den ich mit Interesse verfolgt habe. Y Gasset steigt mit der These ein, die bisherige Sozialwissenschaft habe verpasst, ihren eigentlichen Gegenstand, die Gesellschaft, klar zu definieren. Bin also echt gespannt, worauf das hinausläuft. Ist ein beeindruckender, aber auch herausfordernder Text, in dem ich seit Wochen immer wieder ein paar Seiten lese, ohne bisher über die Hälfte hinausgekommen zu sein..

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      • lawgunsandfreedom schreibt:

        Dann könnte Dir im Anschluß an y Gasset der Luhmann gefallen. Der macht nämlich das, was die etablierte Sozialwissenschaft verpasst hat – wenn auch anders, als y Gasset und manche Andere das vielleicht gerne gehabt hätten.

        Nach Luhmann kann man nur beschreiben, was man beobachten kann. Da sind andere Soziologen etwas pikiert, weil sie sich von der Soziologie eine normative Kraft erhoffen, während Luhmann eher Variable und Konstanten beschreibt, was von einem gewissen Standpunkt aus trivial erscheint. ;-)

        Die aktuelle Sozialwissenschaft erschöpft sich derzeit in Grabenkämpfen und Genderismus. Seriöse wissenschaftliche Arbeit im Sinne von Poppers Wissenschaftstheorie und nach dessen Regeln findet – wie leider in vielen geisteswissenschaftlichen Fächern – nicht statt.

        Das hier könnte beim Einstieg helfen. Y Gasset ist schon schwer verdaulich und recht anspruchsvoll – bei Luhmann ist es nicht viel besser:
        http://www.luhmann-online.de

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