Theodor Fontane

fontane

„>>Ja, so bist du, ich weiß es wohl. Aber meine liebe Effi, wir müssen vorsichtig im Leben sein, und zumal wir Frauen. Und wenn du nun nach Kessin kommst, einem kleinen Ort, wo nachts kaum eine Laterne brennt, lacht man über dergleichen. Und wenn man bloß lachte. Die, die dir ungewogen sind, und solche gibt es immer, sprechen von schlechter Erziehung, und manche sagen auch wohl noch Schlimmeres.<<
>>Also nichts Japanisches und auch keine Ampel. Aber ich bekenne dir, ich hatte es mir so schön und poetisch gedacht, alles in einem roten Schimmer zu sehen.<<
Frau von Briest war bewegt. Sie stand auf und küsste Effi. >>Du bist ein Kind. Schön und poetisch. Das sind so Vorstellungen. Die Wirklichkeit ist anders, und oft ist es gut, daß es statt Licht und Schimmer ein Dunkel gibt.<<„

  • in: Effi Briest, Insel Taschenbuch 138, 1976, S. 37/38.

Heinrich Theodor Fontane wurde am 30. Dezember 1819 in Neuruppin geboren und starb am 20. September 1898 in Berlin; Todesursache: vorläufig ungeklärt

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