Denis Diderot

diderotJe vous sacrifierai mon allégorie et toutes les richesses que j´en pourrais tirer, je conviendrai de tout ce qui vous plaira, mais à condition que vous ne me tracasserez point sur le dernier gîte de Jacques et de son maître, soit qu´ils aient atteint une grande ville et qu´ils aient couché chez des filles; qu´ils aient passé la nuit chez un vieil ami qui les fêta de son mieux; qu´ils se soient réfugiés chez des moines mendiants, où ils furent mal logés et mal repus pour l´amour de Dieu; qu´ils aient été accueillis dans la maison d´un grand, où ils mangèrent de tout ce qui est necessaire, au milieu de tout ce qui est superflu; qu´ils soient sortis le matin d´une grande auberge, où on leur fit payer très chèrement un mauvais souper servi dans des plats d´argent, et une nuit passée entre des rideaux de damas et des draps humides et repliés; qu´ils aient reçu l´hospitalité chez un curé de village à portion congrue, qui courut mettre à contribution les basses-cours des ses paroissiens pour avoir une omelette et une fricassée de poulets; ou qu´ils se soient enivrés d´excellents vins, fait grande chère et pris une indigestion bien conditionnée dans une riche abbaye de Bernardins: car quoique tout cela vous paraisse également possible, Jacques n´était pas de cet avis, il n´y avait réellement de possible que la chose qui était écrite en haut. Ce qu´il y a de vrai, c´est que, de quelque endroit qu´il vous plaise de les mettre en route, ils n´eurent pas fait vingt pas que le maître dit à Jacques, après avoir toutefois selon son usage pris sa prise de tabac: <<Eh bien, Jacques, et l´histoire de tes amours?>>

Übersetzung:

Ich werde Ihnen meine Allegorie und alle die Reichtümer, die ich ihr entnehmen könnte, opfern, ich werde allem, was Ihnen gefällt, entsprechen, jedoch zu der Bedingung, dass Sie mich betreffs der Unterkunft Jacques´ und seines Meisters nicht im mindesten quälen, ob sie nun eine große Stadt erreicht und bei Mädchen geschlafen haben, ob sie die Nacht bei einem alten Freund verbrachten, der sie nach bestem Vermögen ehrte; ob sie zu Bettelmönchen geflohen sind, wo sie aus Gottesliebe schlecht untergebracht und verköstigt wurden; ob sie im Hause eines Großen empfangen wurden, wo sie alles Notwendige aßen, inmitten von allem, was überflüssig ist; ob sie am Morgen eine große Herberge verließen, wo man sie ein schlechtes Abendessen, auf silbernen Tellern serviert, sehr teuer bezahlen ließ, und eine Nacht zwischen Damastvorhängen und feuchten, zerknitterten Tüchern; ob sie von einem Dorfpfarrer die Gastfreundschaft minimaler Zuteilung erfuhren, der lief, Beiträge auf das Kleinvieh seiner Gemeindemitglieder zu erheben, um ein Omelett und ein Hühnerfrikassée zu haben; oder ob sie sich in einer Bernhardinerabtei mit hervorragenden Weinen betranken, in höchsten Genüssen schwelgten und sich eine gut abgestimmte Magenverstimmung zuzogen; denn wenngleich Ihnen dies alles gleichermaßen möglich erscheint, so war doch Jacques nicht dieser Meinung, da war nichts wirklich Mögliches außer der Sache, die dort oben geschrieben stand. Was an Wahrem vorliegt, ist, dass, von welchem Ort aus es Ihnen auch genehm erscheint, die beiden auf den Weg zu bringen, sie keine zwanzig Schritte gegangen sind, als der Meister, nachdem er allerdings seiner Gewohnheit entsprechend eine Prise Tabak genommen hatte, zu Jacques sagte: <<Nun also, Jacques, und deine Liebesabenteuer?>>

  • in: Jacques le fataliste et son maître [1776]

Denis Diderot wurde am 5. Oktober 1713 in Langres/ Frankreich geboren und starb am 31. Juli 1784 in Paris; Todesursache: Herzinfarkt

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